Nach einer aktuellen Antwort auf eine Schriftliche Kleine Anfrage sind die Projektmittel für Hamburgs Städtepartnerschaften 2025 um über 160.000 Euro eingebrochen – ein Rückgang von mehr als 30 Prozent. Besonders Partnerschaften mit Städten des Globalen Südens wie Dar es Salaam seien stark betroffen.
Auch auf bezirklicher Ebene herrscht Flaute: Altona, Eimsbüttel und Mitte unterhalten mehrere Bezirkspartnerschaften – von der Elbtalaue über Wedel und Varna bis nach Shanghai-Hongkou -, doch für alle diese Partnerschaften werden laut Senat „derzeit keine Budgets vorgehalten“. Das heißt: Engagement vor Ort ist ausdrücklich erwünscht, aber es gibt keinen einzigen Euro für gemeinsame Projekte.
„In einer Zeit, in der internationale Kooperation und Verständigung dringend gestärkt werden müssten, kürzt der Senat ausgerechnet bei den Städtepartnerschaften. Diese konkreten Brücken zwischen Hamburg und der Welt gerade in Zeiten zunehmender globaler Spaltung zu kürzen, sendet das völlig falsche Signal“, kritisiert Marie Kleinert.

