Ich bin 1980 in Kiel als jüngstes von drei Geschwistern aufgewachsen und habe im Kreis Plön meine ersten Lebensjahre verbracht. Nach dem Fachabitur mit Schwerpunkt Wirtschaft, Datenverarbeitung und Spanisch absolvierte ich eine Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel – in einer Filmproduktion.
Anschließend studierte ich Multimedia Production an der FH Kiel. Nach dem Studium verbrachte ich ein Jahr in Südfrankreich, wo ich für ein australisches Unternehmen (Surfwear-Industrie) den Vertrieb in die DACH-Region leitete. Zurück in Hamburg arbeitete ich als freie P.A. und Aufnahmeleitung in Filmproduktionen und war zuletzt selbstständig mit Tanzunterricht und Eventproduktion.
Mein Weg in die Politik
Mein Weg in die Politik war kein geradliniger, sondern ein Prozess – geprägt von persönlichen Erfahrungen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Als Kind einer Arbeiter*innen-Familie habe ich früh gelernt, für mich und andere einzustehen. Doch ich habe auch erlebt, wie patriarchale und klassenausbeuterische Strukturen wirken – und wie der Kapitalismus seine zerstörerischen Auswüchse zeigt.
Die Klimakatastrophe, das Kultursterben – besonders während der Pandemie –, die Mietenkrise und die weltweite Ausbreitung autoritärer Regime haben mich überzeugt: Ich will mich nicht nur beschweren, sondern aktiv einmischen. Ich will Visionen aufzeigen, die auf Umverteilung, Selbstbestimmung und den Bruch mit unterdrückenden Systemen setzen.
Für eine lebendige und gerechte Stadt
Für mich ist Kultur kein elitärer Luxus, sondern ein Raum für Widerstand, Erinnerung, Lernen, Begegnung und gesellschaftliche Transformation. Ich setze mich dafür ein, dass Kunst und Kultur in Hamburg für alle zugänglich sind und unsere vielfältige Stadtgesellschaft abbilden.
Besonders wichtig sind mir faire Rahmenbedingungen für Kulturschaffende, die mit viel Engagement das Herz dieser Stadt am Leben halten. Ich will, dass auch in Zukunft möglichst viele Menschen Zugang zu Kultur und Bildung haben – unabhängig von Herkunft, Behinderung oder Einkommen.
Digitale Selbstbestimmung und Medien
Ich setze mich für Transparenz und Sicherheit im Umgang mit unseren Daten ein – insbesondere im Zeitalter von KI und geopolitischen Spannungen. Bürgerinnen und Bürger müssen wissen, was mit ihren Daten passiert, sie müssen vor allem gefragt und entlohnt werden, wenn ihre Werke in einer KI eingespeist und somit unbegrenzt genutzt werden können. Kreative, die wegen KI um ihre Jobs bangen, müssen geschützt werden und digitale Gerechtigkeit erfahren. Der Raubzug durch das Urheberrecht muss beendet werden.
Überwachung der Bürger*innen durch Kameras, mit dem Vorwand der „Sicherheit“ und durch die Nutzung von Software in Behörden, die Hamburg abhängig von US Tech-Giganten macht sind gigantische Fehlentwicklungen in Hamburgs Digitalpolitik, die korrigiert werden müssen.
Unabhängige öffentlich-rechtliche und lokale Medien und freier Journalismus sind für mich ein unverzichtbarer Bestandteil einer demokratischen Gesellschaft. Sie müssen gestärkt und reformiert werden, damit diese Errungenschaft als Bollwerk gegen Falschinformationen wieder mehr Rückhalt aus der Gesellschaft erfährt und erhalten bleibt.
Eine Stadt, die vernetzt
Hamburg hat 11 Partnerstädte in Deutschland, Europa und der Welt. Diese Partnerschaften beinhalten größtenteils symbolische Aspekte. Hamburg sollte mehr Synergieeffekte ausbauen und nutzen.
Was noch fehlt: Eine Städtepartnerschaft Hamburgs mit einer Stadt aus der Region um Rojava im syrischen Kurdistan – dies wäre nicht nur ein starkes Zeichen: für Basisdemokratie, Mitbestimmung, Geschlechtergerechtigkeit, ökologische Verantwortung und Gemeinwohlökonomie. Gerade jetzt, sollte Hamburg ein Zeichen setzen und Solidarität mit den Kurdinnen und Kurden zeigen.